Raus aus dem täglichen Irrsinn - Thesen fürs Menschsein
- Martin Goebel

- 11. Aug. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Jan. 2022
1. Wir haben nur einen Körper. Ob es uns gefällt oder nicht. Wir besitzen ihn unser Leben lang ohne Umtauschrecht.
Welche Beziehung hast du zu ihm? Nimmst du ihn als Selbstverständlichkeit? Bist du einverstanden mit ihm? Wie behandelst du dich in deiner Körperlichkeit? Denn eigentlich muss es heißen: Du bist Körper, du hast ihn nicht! (mehr zu Körperarbeit findest du hier!)
2. Wir entwickeln uns, wir lernen jeden Tag aufs Neue. Jede Situation, jede Begegnung, jedes Ereignis, mit dem wir es zu tun bekommen, konfrontiert uns mit uns selber und lehrt uns etwas .
Welche Bedeutung gibst du diesen Momenten? Welche Bewertungen liegen darin? Woher stammen die Maßstäbe, die diesen Bewertungen zugrunde liegen? Gibt es eine andere Sicht auf die Dinge? (Mehr zu Bewusstheit findest du hier!)
3. Entspricht etwas nicht unseren Vorstellungen, empfinden wir dies als „Fehler“ oder „Misserfolg“. Die Situation ist erst einmal so wie sie ist. Dass, was uns Kummer macht, ist die Ignoranz dieser einfachen Realität. Leiden entsteht aus der Differenz zwischen dem, was wir wollen, und dem, was tatsächlich ist.
Welche Realität ignorierst du? Wie sehe die Situation aus, wenn du die Bewertungen weg lässt und neutral betrachtest (wie mit der Filmkamera aufgenommen)?
4. Wenn wir nicht lernen, wiederholt es sich. „Und ewig grüßt das Murmeltier“: Wenn wir uns der Situation nicht stellen und lernen, wird sie uns so oft begegnen, bis wir es verstanden haben.
Gibt es Situationen oder Verhaltensweisen, die dir immer wieder begegnen? Wo du innerlich aufstöhnst, „das kann doch nicht wahr sein, es passiert mir schon wieder“? (Rasu aus der Routine? Dann schnupper mal hier rein)
5. Lektionen, die wir nicht lernen, werden zunehmend schwerer. Der Schmerz, den wir vermeiden wollen, wird heftiger. Aber er macht uns auch aufmerksam auf das, was wir hier gewinnen können.
Was könnte dir dein Schmerz über dich erzählen? Welche Geschichte steckt dahinter? Was versuchst du zu vermeiden?
6. Das Wissen allein nützt nichts. Nur durch Handeln und die konkrete Erfahrung entsteht Veränderung. Dadurch kann Wissen in persönliche Weisheit verwandelt werden. Dazu müssen wir uns mutig der Realität stellen.
Was weißt du über deine Verhaltensmuster? Wie handelst du in der Wirklichkeit? Welche Konsequenzen ziehst du daraus? Woran erkennst du die Veränderungen?
7. Alte Gewohnheiten sind hartnäckig – wir werden diese Regeln immer wieder vergessen. Lass dich nicht von deinem eigenen Aktivismus vor den Karren spannen. Geduld – Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht! Und sei wohlwollend mit dir.
Wie gehst du mit Rückschlägen um? Wie würdest du deinen besten Freund/Freundin behandeln in dieser Situation behandeln? Behandelst du dich anders? Warum? Wie kannst du deinen „inneren Kritiker“ zähmen? (alte Muster auf die Spur kommen? Dann findest du hier eine Möglichkeit)
8. Aber wir können uns immer wieder daran erinnern! Und dafür sorgen, dass wir uns rechtzeitig daran erinnern.
Was für „Anker“ kannst du dafür verwenden? Woran merkst du, dass du wieder in alte Muster fällst? Du bist nicht allein: Welche Unterstützung brauchst du?
Willst du mehr über dich lernen? Hier kannst du mehr erfahren!





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